Soldaten und ihre Familien in Not sind Nutznießer des Bosch-Ehrenamtspreises

12-10-30-boschBad Laasphe. (AZ) Ein spannendes Rennen, aber dann auch ein klares Votum: der von der Brauerei Bosch gestiftete Ehrenamts-Preis geht an den Förderverein Stab/Stabskompanie DSO e.V. in Stadtallendorf.

Mit einem Wählervotum von 51,4 Prozent - vor dem DLRG Bad Laasphe mit 43,3 Prozent und P.u.R. 2000 aus Biedenkopf sowie Grüne Damen und Herren aus Bad Berleburg – gewannen sie eine Palette Bosch-Pils, das sind 45 Kisten. Somit ist die Aktion der Brauerei, der Wittgensteiner Wochenpost und Hinterland Extra abgeschlossen. In der Laaspher Brauerei fand am Mittwoch die Preisübergabe statt. „Ich freue mich sehr, dass der Förderverein gewonnen hat“, so Hans-Christian Bosch. „Wir wollen mit diesem Preis den Bürgern aufzeigen, was Ehrenamt bedeutet. Und das ganz praktisch.“ Durch die begleitende Pressearbeit in Wittgenstein und im Hinterland bekamen in den letzten Wochen die Ehrenamts-Kandidaten ein Gesicht. Ihre Anliegen wurden präsentiert und erläutert, die Teilnehmer wurden ausführlich vorgestellt.

Außergewöhnlich am jetzigen Gewinner ist, dass der Verein erst im Mai 2012 gegründet wurde. Und nach so kurzer Zeit schon einen Preis in einem Wettbewerb – nicht schlecht. Verdient hat das der Verein, dessen Mitglieder aus dem zivilen und aus dem militärischen Leben kommen, allemal. Frank Hille, Oberstleutnant Stab/Stabskompanie Division Spezielle Operation (DSO) in Stadtallendorf, und Vorsitzender des Fördervereins St/Stkp DSO e.V. zeigte sich im Gespräch mit der Wittgensteiner Wochenpost hoch erfreut:

 

„Es ist für unseren Verein und damit für unsere Arbeit schön, soviel Zuspruch zu erfahren. Das stärkt uns den Rücken, den Wegweiterzugehen.“ „Der Förderverein“, so Oberstleutnant Frank Hille, „möchte vor allem die Belastungen eines Auslandseinsatzes für Soldaten, Arbeitnehmer und Beamte des Bundes und deren Angehörigen mildern, dort wo andere Quellen erschöpft sind. Auch bei unverschuldet schweren Notlagen für die genannten Personengruppen kann unser Verein helfend tätig werden.“ Der Verein, der beide Welten, die des Militärs und die der Zivilgesellschaft, durch seine Mitglieder verbindet, versteht sein Handwerk. Seit Mai wurde eine funktionierende Infrastruktur aufgebaut, die geringe Reibungsverluste erzeugt. Im Vorstand sitzen neben dem Soldaten Hille der Betriebswirt Marcello Camerin, der Rechtsassessor Dr. Jan Ganschow, der Bankkaufmann Thorsten Schäfer und der Medien-Profi Silke Wagenknecht. Marcello Camerin, stellvertretender Vorsitzender des Fördervereins, weist auf die zunehmende Mitgliederzahl hin: „Wir haben jetzt 86 Bürger, die in unseren Verein eingetreten sind. Durch die Teilnahme am Bosch-Ehrenamtspreis wird unsere Bekanntheit weiter gesteigert. Das freut uns.“ Hans-Christian Bosch, dessen Betrieb stark in der Region verwurzelt ist, weist auf veränderte gesellschaftliche Zusammenhänge hin. „Da der Staat sich bei der Finanzierung von bestimmten Projekten immer mehr zurückzieht, wird gerade das ehrenamtliche Engagement immer wichtiger. Wir werden auch aus diesem Grund im nächsten Jahr die Aktion ‚Ehrenamts-Preis‘ weiterführen!“ Bewerbungen dazu liegen bereits der Brauerei vor.

Foto 1: Hans-Christian Bosch übergab jetzt dem Gewinner des Bosch-Ehrenamtspreises, dem Förderverein
Stab/Stabskompanie Division Spezielle Operation, eine Palette Bosch-Pils.

Foto 2: Der Sieger steht fest: Hans-Christian Bosch (links) im Gespräch mit Frank Hille (Mitte) und
Marcello Camerin (rechts).

Fotos: Andreas Ziegler

 

Artikel im Anzeiger extra Artikel in der Wittgensteiner Wochenpost

 

 

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